Endlich: saftbar3000.at funktioniert fast so wie ich es möchte und es kann losgehen.
Die kulturellen Umstände eine eigene Homepage in Form eines Blogs zu betreiben sind eigenartig. Jede_r der_die etwas auf sich hält hat das. Zu kommentieren gibt es viel: Obama sinkt, BZÖ gründet sich neu in Kärnten, wir haben eine neue Wissenschaftsministerin die schon Beginn an dazu verdammt ist so zu sein wie ihre Vorgänger_innen, das Bundesheer bewirbt sich mit einem Video unter jedem Niveau (Steven Seagal wäre neidisch), der großen Koalition wird kein Vertrauen mehr entgegengebracht (obwohl alle Österreicher_innen dann wieder dafür sind wenn Schwarz/Blau, Rot/Blau, Rot/Grün zur Debatte stehen), und und und…
Aber saftbar3000.at soll kein Polit-Blog sein. Polit-Blogger_innen gibt es zu Hauf. Ich möchte mich auch mit anderen Themen beschäftigen – Tagespolitische Geschehnisse sind nur ein Teil davon. Was mich interessiert ist die Gesellschaft und der Mensch der im Mittelpunkt unserer Gesellschaft steht.
Um zu wissen was ich meine wenn ich blogge ist es vielleicht notwendig zur erklären, dass ich nicht unabhängig bin. Sich als unabhängig zu erklären ist mir zu wider. Als “unabhängig” deklarieren sich Tageszeitungen, Medien und Fraktion/”politische” Bewegungen um den Schein zu waren, dass es eine Wahrheit gibt die für alle einsichtig ist und die über allem steht. Oder weil man sich die Mühe sparen will zu etwas Stellung zu beziehen. Ich will mir die Mühe machen Stellung zu beziehen. Ich will auch meine Grundsätze offenlegen, damit der_die Leser_in die Chance hat meine subjektive Sichtweise zu abstrahieren und den für sie “wahren” Gehalt herauszulesen.
Ich glaube nicht, dass unsere Gesellschaft die ideale Gesellschaft ist, ich glaube an einen fortlaufenden Prozess der von uns allen mitgestaltet werden kann. Diesen Prozess will ich nicht passiv konsumieren ich will ihn aktiv mitgestalten. Ich will mich dafür einsetzen, dass alle Menschen die gleichen Chancen und Rechte haben unabhängig von ihrem Einkommen, Geschlecht, sexuellen Vorlieben, ihren Eltern, ihrem Wohnort und ihrer Nationalität.
Und ich glaube, dass Engagement (unabhängig davon ob es sich um Engagement in einer Partei, einem Verein oder im Alltag) ein wesentlicher Bestandteil der Menschwerdung ist. Wie Camus denke ich, dass die Überwindung des Absurden des menschlichen Daseins den Menschen zu einem Menschen macht und ihn vom trägen Dasein als biologischer Organismus unter vielen etwas loslöst.
Wenn auch nur eine Person, durch meine Beiträge und Kommentare ins Grübeln kommt und Dinge die selbstverständlich sind kritisch zu hinterfragen beginnt, bin ich zufrieden. Denn mehr kann ich nicht wollen. Ich will niemandem meine Meinung aufzwingen und ich habe keinen Absolutheitsanspruch.
In diesem Sinn geht saftbar3000.at jetzt los!